DRK kreuz & quer

Notfall oder Einsamkeit? Oft beides.

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Der Notruf klingelt. Kein Herzstillstand. Kein Unfall. Ein Mensch, der nicht mehr weiterweiß und niemanden hat, den er anrufen kann.

Auch das ist Notarztarbeit 2026.

Dr. Daniela Kanz macht das auf Usedom. Sie leitet den notärztlichen Dienst des DRK in Mecklenburg-Vorpommern und redet in der neuen Folge von „kreuz & quer" so, wie ich es mag: klar, direkt, ohne Hochglanzrhetorik.

Ein 24-Stunden-Dienst. Mal ein Schwerstverletzter, bei dem jede Sekunde zählt. Mal ein Mensch in psychischer Krise, dem niemand helfen will oder kann. Gleiche Schicht. Gleicher Mensch. Völlig andere Anforderung.

Und das System? Kratzt an seinen eigenen Grenzen.

Daniela spricht darüber, warum Notärzte Deutschland verlassen. Warum der Telenotarzt mehr ist als ein technisches Upgrade. Und warum ein eigener Ärztepool beim DRK ein smarteres Modell ist, als einfach Honorarärzte zu buchen - wenn's brennt.

Ihr Satz, der hängen bleibt: „Wir brauchen Ressourcen dort, wo Menschen niemanden mehr haben."

Wer entscheidet, wo Notfallversorgung aufhört und gesellschaftliche Verantwortung anfängt?


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