Zwischen Luftmatratze und Lebensrettung
Die Temperaturen steigen. Die ersten Menschen zieht es an die Seen. Kinder rennen barfuß über den Steg, Luftmatratzen treiben im Wasser, jemand zieht eine Kühlbox aus dem Kofferraum.
Sommer.
Und irgendwo, ruhig und wachsam, sitzt einer, der das Treiben beobachtet. Der weiß, wo die Strömung zieht. Der weiß, dass ein Kind bis vier, fünf Jahren nicht um Hilfe schreit, wenn es untergeht. Das einfach untergeht.
Mein Gast in dieser Folge ist Steffen Beiche. Leiter der Wasserwacht im Kreisverband Parchim. Seit über 30 Jahren dabei. Einer, der das Wasser liebt, und genau deshalb weiß, was es kann.
Wir reden über Binnenseen, die harmloser wirken als sie sind. Über zwei Einsätze, die Steffen nicht loslassen. Über Selbstüberschätzung, Alkohol am Wasser, Eltern mit Handy. Und über das, was moderne Wasserrettung heute ausmacht, von Subboards über elektronische Rettungsgeräte bis hin zum eigenen Körper als wichtigstem Einsatzmittel.
Und natürlich: Was Menschen fürs Ehrenamt antreibt, freiwillig früh aufzustehen, Wachdienst zu schieben, Verantwortung zu tragen, während andere einfach ihren Sommertag genießen.
Steffens Botschaft ist kurz und sitzt: Erst nachdenken. Dann schwimmen, tauchen, Baden gehen und Spaß haben.
Viel Freude beim Hören.
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