DRK kreuz & quer

Transkript

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00:00:06: Rhythmuskontrolle durchführen.

00:00:08: Menschen helfen gerne anderen Menschen, das ist ein Gultrieb von acht- neunzig Prozent von uns und da sollten wir durchaus fördern.

00:00:17: Laulicht in der Nacht!

00:00:19: Ein Rettungswagen rast durch die Straßen.

00:00:21: Für uns ein kurzer Moment für andere vielleicht die wichtigste Minute ihres Lebens.

00:00:27: doch was wir hören?

00:00:28: es nur die Oberfläche dahinter.

00:00:31: Ein System, das tatsächlich tragen muss.

00:00:34: Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Ehrenamt.

00:00:38: Wie stabil ist dieses System wirklich?

00:00:41: Wir kommen zu Kreuz und Quer!

00:00:43: Schön, dass du da bist.

00:00:45: Du hörst das Martinshorn aber die Strukturen dahinter bleiben oft unsichtbar Menschen, Entscheidungen, Verantwortung lange bevor der Einsatz beginnt.

00:01:01: Der Rettungsdienst wurde neu ausgeschrieben.

00:01:03: Vieles bleibt und doch zeigt sich, wie sensibel das Ganze ist.

00:01:08: Darüber spreche ich heute mit jemandem der beides kennt – die Paragrafen und die Praxis!

00:01:15: Ich bin Antje.

00:01:16: Das hier ist mein Herzensprojekt.

00:01:19: Gemeinsam mit dir und den Kollegen will ich der Welt zeigen was wir alles Gutes tun.

00:01:25: Warum wir machen?

00:01:26: Was wir machen.

00:01:28: Kreuz und Quer Der Podcast des Roten Kreuzes.

00:01:32: Herzlich willkommen!

00:01:34: Mein Gast ist René Kieselmann, Jurist tief im Thema Rettungsdienst und Vergaberecht und kennt dieses System nicht nur aus Papieren.

00:01:42: René war selbst im Rettungstienst aktiv.

00:01:45: Heute ist er erfolgreicher Anwalt.

00:01:46: Renée, du bist viel unterwegs.

00:01:49: Kennt diese Sekunden in denen man nicht im Dienst ist und trotzdem plötzlich mitten brennendem Unfall und er hilft?

00:01:55: René, schön dass du da bist oder schön das ich hier in Berlin sein darf bei dir

00:01:59: Ihr freut mich.

00:02:00: Herzlich willkommen zu Kreuz und Quer.

00:02:02: Danke, cooler Podcast!

00:02:05: Rene, bevor wir tief ins Thema einsteigen lass uns noch einmal einen Schritt zurücktreten.

00:02:09: Viele Menschen sehen im Rettungsdienst vor allem das Einsatzfahrzeug vor der Tür.

00:02:15: Du sprichst dagegen vom komplexen Hilferleistungssystem also vom Zusammenspiel aus Rettungstienst Katastrophenschutz Ehrenamt Ausbildung und Vorhaltung.

00:02:24: Wenn du dieses System beschreiben müsstest was sind die tragenden Säulen dahinter?

00:02:29: Die Dinge die im Alltag Alltag kaum sichtbar sind, im Ernstfall aber entscheidend werden.

00:02:34: Schwierige Frage!

00:02:36: Danke für den Auftakt.

00:02:40: Was macht eine Gesellschaft resilient?

00:02:43: Das sehen wir häufig ja nicht.

00:02:46: also ist genauso mit dem Wert der Gesundheit.

00:02:49: auch die bemerken wir eigentlich erst wenn man krank wird.

00:02:53: Und genauso ist es mit komplexen Systemen in der Gesellschaft, also das Gesundheitssystem.

00:02:59: Worüber wir ja auch reden im Rettungsdienst?

00:03:02: Auch Energieversorgung sehen wir gerade auch Gaspipelines weg andere Quellen weg im eigenen Land nicht viel da oder wird nicht abgebaut.

00:03:12: Also das sind ja auch durchaus existenzielle Themen die wir haben im Gesundheitssystem, in der Energieversorgung oder auch das Thema Geldsystem.

00:03:21: Wir erleben eine Inflation.

00:03:22: Wird alles teurer?

00:03:24: Also wir leben in komplexen System und merken eigentlich erst wenn die Stabilität fehlt.

00:03:32: Und da ist die Frage durchaus wichtig was macht ne Gesellschaft widerstandsfähig resilient?

00:03:37: Das ist ja ein gewisses Modewort aber ich glaube es ist wichtig dass man auf Resilienzwert legt Gerade im Bereich Rettungsdienst, Katastrophenschutz.

00:03:47: Der allgemeinen gesundheitlichen Gefahrenabwehr ist ein gutes Hauptamtliches aber auch ganz viele ehrenamtliche Bereiche sind wichtig um dieses System resilient zu machen.

00:04:02: Ehrenamt gerade deswegen weil über einen ehrenamtliches Engagement natürlich die Menschen anderen Menschen helfen können und deutlich mehr Köpfe vorhanden sind als rein durch bezahlte Kräfte.

00:04:15: Also wir können nicht alle unseren Privatfeuerwehrmann oder den Privatnotarzt mit uns führen, der uns dann hilft.

00:04:22: Wir brauchen als Gesellschaft ja Ressourcen und Menschen die Notfällen helfen und das ist Ehrenamt eine ganz wichtige Stütze weil nicht nur die Ehrenamter anderen Leuten helfen sondern weil ehrenamtler ja auch selbst know-how aufbauen, also wie versorge ich eine Schnittwunde?

00:04:42: Wie verhalte ich mich im Stromausfall?

00:04:45: Wie kann ich Dinge improvisieren?

00:04:47: und das sind Punkte.

00:04:50: Die geben sie weiter als Multiplikatoren in die Familien, in ihre Freundeskreise

00:04:55: etc.,

00:04:56: Und die Menschen können sich auch wenn Sie ein gewisses Know-how haben, wie sich selbst helfen können, auch selber aus einer misslichen Situation eher retten und ist gerade bei großen Schadenslagen wichtig, sogar auch unterhalb von Katastrophenfällen.

00:05:12: Wenn ich nur ein kleines Tal habe das abgeschnitten ist es noch keine Katastrophe im Landkreis aber die Menschen im Tal müssen sich irgendwie selbst helfen können und gerade angesichts der ja auch internationalen außenpolitischen Spannungen der immer instabiler werdenden Stromnetzes ist es gut wenn wir da resilienter werden und die Selbsthilfefähigkeit aufgebaut wird.

00:05:35: Du beschäftigst dich intensiv mit der Bereichsausnahme im Vergaberecht, das klingt zunächst sehr juristisch hat aber große Auswirkungen auf die Praxis.

00:05:43: denn letztlich geht es um eine Grundsatzfrage René behandeln wir Rettungsdienst wie eine gewöhnliche Dienstleistung oder als Teil unserer öffentlichen?

00:05:51: ich nenn's mal Sicherheitsarchitektur?

00:05:54: wenn du auf die Phase des starken Preiswettbewerbs im Rettungsthins zurückblickst oder draufblickst woher dieser Wettbewerk dem System tatsächlich?

00:06:02: Und warum ist diese Bereitsausnahme so wichtig, um Stabilität und Qualität im Rettungsdienst zu sichern?

00:06:08: Vielleicht sollte man an der Stelle kurz erklären, was die Bereichsausnahme bedeutet.

00:06:15: Wir wollen ja nicht zu juristisch sein.

00:06:17: Die Bereitsaussnahme bedeutet eben, dass man diesen Bereich, Rettungstienst oder allgemeinen gesundheitliche Gefahrenabwehr rausnimmt aus dem Vergaberecht.

00:06:28: Und was ist das Vergaberecht?

00:06:30: Das sind eben gewisse Regeln, die dann gelten wenn der Staat etwas einkauft.

00:06:36: Also wenn unsere Steuermillionen verschwendet werden könnte man pointiert sagen Dann greift es Vergaberecht ein und man muss dann nach gewissen Regeln diese Dinge beschaffen.

00:06:48: und das Vergabelrecht soll eben diese Wirtschaftlichkeit darstellen.

00:06:52: allerdings bedeutet Wirtschaftlichkeit auch im vergaberechtlichen Sinne nicht.

00:06:58: Das heißt eine reine Preisbetrachtung, die muss schon vom Gesetz hier nicht vorhanden sein.

00:07:02: Ich kann immer qualitative und andere Aspekte mit reinbringen in gewissen Grenzen.

00:07:09: Und das war auch der Hintergrund der Bereichsausnahme Rettungsdienst.

00:07:13: man hat gesehen in den Jahren seit Jahr zwei tausend neun fing es an begann die Phase, wo eben Rettungsdienst zum ersten Mal ausgeschrieben wurde.

00:07:23: Dann wusste man nicht wie macht man das ja?

00:07:26: Man hat andere Ausschreibungen gerade aus dem Baubereich kopiert und hat gesagt ich brauche jetzt umfangreiche Leistungsverzeichnisse, wo drin steht was wann wie gemacht werden kann welche Vorhaltung Ich habe Und dann soll am Ende der Preis entscheiden.

00:07:41: Das ist vom Grundsatz hier richtig und möglich, wenn die qualitativen Aspekte alle drinstehen.

00:07:46: aber die kann ich gerade im Rettungsdienst mit den Schnittstellen zum Katastrophenschutz häufig nicht auch in fünfhundertseitigen Papieren unterbringen.

00:07:55: Was heißt?

00:07:56: Mit einer reinen Preiswertung erzeugt man eine Fehlsteuerung.

00:08:01: also Beispiel große Hauptstadt Eine große Hilfsorganisation macht den Rettungsdienst, dann macht die Hauptstadt eine Ausschreibung und bei einem Vertragsvolumen von zwei oder dreistilligen Millionenbeträgen.

00:08:17: Also das geht ja in die Richtung wenn ich es über lange Jahre mache ganz viele RTW's, KTV'S sind wir in diesen Bereichen drei vier oder sogar höhere Beträge Millionenbeträge, also es ist richtig viel Geld und wenn da einer drei Euro dann billiger ist.

00:08:31: Also der eine bietet hundert acht neunzig Millionen und der andere bietet Hundert siebenneunzig, neunneun Millionen, dann gewinnt der.

00:08:39: Und er wird komplett der Betreiber ausgetauscht die Hilfsorganisation fliegt raus und dann kommt ja eine andere Hilfs-Organisation oder ein privater Betreber mit Gewinnerzielungsabsicht was jetzt auch nicht vorwerfbar ist.

00:08:52: aber zu der Unterscheidung kommen wir noch.

00:08:55: Und das sind eben Fehlsteuerungen, die in so einem System für die Gesundheit der Menschen wichtig ist.

00:08:59: Einfach schädlich sind.

00:09:01: und diese Fehl- steuerung will auch diese Bereichsausnahme beseitigen hat eben der Gesetzgeber also genau gesagt Der europäische Richtlinien Geber zwanzig vierzehn gesagt gut den Rettungsdienst nehmen raus.

00:09:14: oder diese gesundheitliche Gefahren abwehr katastrophenschutz etc.

00:09:18: Dafür gelten diese Vergabe richtlinien nicht mehr diese vergaberegeln in Deutschland der nationale Gesetzgeber umgesetzt.

00:09:28: Und da steht auch drin, dass eben jetzt Rettungsdienst-Zivilschutzbevölkerungsschutz nicht ausgeschrieben werden müssen nach Vergaberecht.

00:09:36: Die Regelungen haben wir übrigens erfolgreich im Jahr zwanzig neunzehn beim EUGH Europäische Gerichtshof verteidigt.

00:09:43: und na seither versucht die Praxis mit diesen rechtlichen Rahmenbedingungen zurechtzukommen.

00:09:52: Lasse ich jetzt Hilfsorganisationen, Unternehmenorganisation zu für den Rettungsdienst.

00:09:58: Das ist auch eine Sache.

00:09:59: da wird Geld mit verdient man macht Umsätze Man kann quasi Organisation erhalten große Gewinne macht man in der Regel nicht dabei.

00:10:09: aber Schlussendlich hat es eben auch nicht nur ein strukturelles, sondern wirtschaftliches Interesse.

00:10:14: Und da muss man irgendeinen Modus finden staatlich, dass man sagt das ist nicht willkürlicher.

00:10:20: Das gibt ein gewisses Verfahren wo man Rahmenpunkte setzen kann und das haben wir jetzt erlebt in den letzten Jahren.

00:10:27: Auch jetzt in Mecklenburg-Vorpommern wurde ja ausgeschrieben auch wieder mal im letzten oder schon vorletzten Jahr und diese Entwicklung die begleiten Mit einem wachen und aufmerksamem Auge.

00:10:43: Aber du hast ja auch gefragt, welche Schäden entstanden sind durch Ausschreibungen mit schwierigen Rahmenbedingungen also einer starken Preisorientierung?

00:10:54: Wie hat sich das entwickelt?

00:10:55: Also abgesehen von diesem absurden Beispiel, dass man quasi bei fünfzig Cent billiger gewinnt selbst wenn der Auftrag drei Millionen schwer ist gab es eben diverse Fehlsteuerungen.

00:11:07: Dass man beispielsweise die Bieter nennt man das also die Hilfsorganisation und auch private Unternehmen die anbieten bei einer Ausschreibung.

00:11:17: Das man die quasi gezwungen hat über lange Jahre bis auf den Cent genau die Kosten für die Dienstleistung zu errechnen.

00:11:26: Wenn ich dann auch fünf Jahre oder acht oder zehn Jahre genau Kosten ausrechnen muss, was kosten mich die Fahrzeuge?

00:11:33: Was kostet das Personal?

00:11:35: Und dann rückblickend jetzt mal betrachte wie man die Preissteigerungen also nicht nur Inflation- oder Lieferkettenprobleme mit Materialsteigerung sondern gerade auch Fachkräftemangel in Gesundheitswesen, auch im Rettungsdienst das Thema Notfallsanitäter.

00:11:53: Eine tolle Erfindung aber hat quasi einen Jahrgang vom Markt weggebischt weil die Ausbildungszeit gesteigert wurde auf drei Jahre was auch prinzipiell gut ist.

00:12:02: aber das sind eben Entwicklungen verbunden mit einer Ausweitung der Vorhaltungen die dann eben zum gewissen Fachkräftemangel führen, der scheint sich jetzt ein bisschen einzubremsen.

00:12:13: Aber das hat auch so geführt dass die Entlohnung des Personals meines Erachtens auch gerechtfertigt massiv gestiegen ist.

00:12:21: und diese Kosten kann quasi niemand über lange Jahre einkalkulieren.

00:12:25: Das ist nicht möglich.

00:12:26: also man kann vielleicht allenfalls so ein zwei Jahre eine Prognose geben aber für mehr kann man die Hand nicht ins Feuer.

00:12:34: Und das hat eben dazu geführt, dass gewisse Risiken auch diese Kalkulationsrisiken auf die Bieter hinübergewälzt wurden.

00:12:43: Dass die Bieten nun diese Risiken tragen mussten und es hat eben in Einzelfällen dazu geführte, dass bestimmte Kreisverbände des Roten Kreuzes oder andere Unternehmen Verbände wirtschaftliche Schwierigkeiten bekommen hatten bis zur Insolvenz.

00:12:59: Und das erzeugt natürlich auch Schäden.

00:13:02: Man muss auch sagen, es ist nicht alles dramatisch, nicht alles schwarz in ganz vielen Bereichen.

00:13:07: Ist es gut gegangen?

00:13:08: Putzkart wegen hinten

00:13:10: oder...?

00:13:10: Das ist ja der Soundtrack des Deutsch-Droden Kreuzes!

00:13:14: Unser Rettungswagen.

00:13:15: Ich

00:13:16: war so...

00:13:16: Da ist es

00:13:17: geredet.

00:13:18: Wird mal wer da vorbei fährt.

00:13:20: Ist doch die Vacherankel in Berlin oder ist DHK genannt ein Jahr?

00:13:24: Mathezer Der Mettbewerb.

00:13:26: Sehr schön,

00:13:28: auch eine

00:13:30: wichtige Hilfsorganisation.

00:13:31: Die nicht durchgegangen?

00:13:33: Ja also oft ist es halbwegs gut gegangen.

00:13:35: wir hatten aber durchaus Schäden und vor allem auch Unsicherheiten Fluktuationen.

00:13:40: gerade die guten Leute die mobil sind die gehen da als erste.

00:13:43: wenn man sagt ja irgendwo wackelt's von dem auch schäden im Ehrenamt also wenn irgendwo bei einem Kreisverband mal der komplette Rettungsdienst weg bricht Der was passierte mit den Helfern, die immer mal wieder Praktikum gemacht haben auf RTWKTV so ihre Skills, ihre Fähigkeiten aufrechterhalten haben.

00:14:00: Wenn sie das nicht bei der Nachfolgeorganisation machen können oder bei der Feuerwehr ist es schwierig.

00:14:05: und da kommen halt zum Punkt denen die Hilfsorganisationen also das DRK und auch die anderen Hilfs-Organisation ja aufgebaut haben ein sogenanntes komplexes Hilfeleistungssystem dass über den Rettungsdienst hinausgeht.

00:14:19: Das wird dadurch manchmal beschädigt.

00:14:22: Und bedenklich ist es vor allem auch deswegen, weil das Rote Kreuz und auch andere Hilfsorganisationen, v.a.

00:14:30: Malteser, Johannita haben ja eine bestimmte völkerrechtliche Sonderstellung.

00:14:35: Die sind durch die Genfer Konvention geschützt.

00:14:38: Wenn hier Schwierigkeiten sind, wenn Krieg ist sollen sie die Gesellschaft um die staatlichen Strukturen stabilisieren um Leid der Menschen zu lindern.

00:14:49: und wenn dann diese Akteure, die völkerrechtlich geschützt sind, beschädigt werden durch staatliche Ausschreibungen.

00:14:56: Dann ist es nicht

00:14:57: gut.

00:14:57: Spricht ein wichtiges Thema an?

00:14:59: Wenn ich noch einen Punkt ergänzen kann also für uns wir machen das jetzt schon seit längeren Jahren, seit Jahrzehnteinzehn beruflich.

00:15:08: Ich bin ja selber auch schon längere Zeit seit deiner Zeit im Ehrenamt Unterwegsrettungsdienst

00:15:15: etc.,

00:15:16: Insofern ist es kein reines berufliches Interesse von mir, sondern ich und meine Kollegen.

00:15:21: Wir wollen einfach dass wir ein stabiles System haben in dem eben langfristige Anreize gesetzt werden und für uns haben sich jetzt in den letzten drei vier Jahren doch drei ganz wichtige Punkte heraus kristallisiert die wir jetzt auch bei Ausschreibungen beim Auswahlverfahren verwenden.

00:15:38: das sind die drei Punkte Qualität Resilienz und Wirtschaftlichkeit.

00:15:45: Und ich glaube, inhaltlich kann man ein gutes System unter diese drei Punkte fassen.

00:15:50: Also das sind Punkte da muss, glaube ich auf allen Ebenen müssen die Beteiligten auch die die Vorausschreibungen für Auswahlverfahren verantwortlich sind müssen überlegen was wollen wir langfristig wie setzen wir langfristig gute Anreize?

00:16:05: und dazu sind diese drei punkte hilfreich.

00:16:08: unserer Erfahrung nach Qualität Resilienz und Wirtschaftlichkeit

00:16:13: Da macht die ja schon eine gute Arbeit und wir diskutieren das auch im THK.

00:16:16: Ja, gerade das Thema Wirtschaftlichkeit wenn ich es noch anfügen darf, kann man eben nicht durch eine Kalkulation von Jahreskosten erfragen.

00:16:25: also was kostet jetzt der RTB plus des Personal in den nächsten zehn Jahren?

00:16:30: Das ist ihnen nicht realistisch sondern wenn man sich über Wirtschaftlichkeit unterhält dann sollte man sich in dem Dreieck von Trägern Leistungserbringern und Kostenträgern zusammensetzen.

00:16:43: Da kann man nämlich in jedem Landkreis, in jeder Stadt auch in jedem Bundesland überlegen was ist in wirtschaftlich?

00:16:49: Wo brauchen wir welche Vorhaltung?

00:16:51: Und dort kann man auch dafür sorgen dass eben ein massiver Anstieg von Einsatzzahlen verhindert wird.

00:16:58: Auch natürlich wenn man über den Tellerrand blickt also andere Bereiche wie sind die Schnittstellen zum kassenärztlichen Versorgungsdienst zu einem gemeinden Notfallsanitäter Telemedizin, Krankenhäuser und so weiter.

00:17:11: Und das wird ja auch mit dem aktuellen Projekt Reform der Notversorgung angegangen.

00:17:18: Wir sind gerade beim nächsten Thema Reform der notfallversorgen.

00:17:21: René Lass uns noch mal bevor wir jetzt zur Mecklenburg-Vorpommern nochmal kommen auf Bundesebene durchs Scratch'n angesprochen läuft gerade eine große Debatte über die Reform dernotfallversorge.

00:17:32: heute gibt es Vielleicht kurze Erklärung, heute gibt es mehrere Wege im System.

00:17:36: Über die eins-uns zwei über den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter eins, eins, sechs, eins und sieben oder über die Notaufnahme im Krankenhaus.

00:17:44: für viele Menschen ist im Ernstfall gar nicht so richtig klar welcher Weg ist eigentlich der Richtige?

00:17:48: Ich hatte doch letzte Woche noch ein sehr gutes Gespräch mit einer Notfallärztin.

00:17:53: Die wird als nächstes in eine Podcast kommen.

00:17:54: Sei gespannt!

00:17:55: Aber die Reform will ja diese Wege stärker verzahnen.

00:17:58: Etwa über integrierte Notfallzentren, über medizinische Ersteinschätzung oder eine bessere Vernetzung zwischen Leitstelle, Bereitschaftsdienst und Klinik.

00:18:06: Die Idee ist Menschen schneller in die passende Versorgung zu steuern Und gleichzeitig Notaufnahmen und Rettungsdienste zu entlasten.

00:18:14: Wenn man das aus Sicht des Rettungstienstes betrachtet René Was verändert diese Reform tatsächlich für seine Rolle?

00:18:21: Wird der Rettungsdienst dadurch entlastet oder rückt er noch stärker ins Zentrum dieses Systems?

00:18:26: Was denkst du und wie würdest du das bewerten.

00:18:28: Die Reform der Notverfersorgung ist aktuell ein Projekt, das rührt ja auch schon aus der letzten Legislaturperiode her.

00:18:35: da geht es vor allem um eine Änderung im Bundesrecht und das Bundesrecht ist eben gerade im Recht der kranken Kassen quasi der Gesundheitsversorgung relevant.

00:18:47: also man spricht hier vom SGB V Das fünfte Buch des Sozialgesetzbuches.

00:18:54: Man hört schon an der Formulierung, das ist ganz viel Gesetzestext und es ist auch für Juristen ziemlich gruselig weil die Paragrafen immer länger werden und dadurch nicht immer besser darf ich mal ketzerisch anmerken.

00:19:07: Ja hinter Fragen hilft manchmal Und in diesem System SGB V, also Finanzierung des Rettungsdienstes unter anderem möchte man gewisse Änderungen machen.

00:19:22: Wir haben uns sehr intensiv auch mit diversen Kollegen Hilfsorganisationen auseinandergesetzt und die Grundüberlegung dieses Reformpaketes sind wichtig und sinnvoll.

00:19:37: quasi die unterschiedlichen Zuständigkeiten abbaut oder einen Wechsel zwischen verschiedenen Ebenen ermöglicht, dass man jetzt nicht krampfhaft Menschen ins Krankenhaus fährt wenn sie auch zu Hause behandelt werden können.

00:19:52: Dass man sich überlegt wer muss denn ins Krankenhause?

00:19:57: Punkt vielleicht durch eine standardisierte, bessere, computergestützte Abfrage zu Einzelpunkten besser hinbringt.

00:20:06: Dass man dort besser rausfiltern kann.

00:20:07: Wer muss denn wirklich ins Krankenhaus?

00:20:09: Aber ja, schlussendlich wird der Rettungsdienst glaube ich weiter im Fokus bleiben weil unsere Gesellschaft verändert sich, familiäre Verbände lösen sich manchmal auf.

00:20:21: das heißt Dass man sich selber in der Familie im Haushalt, in dem Mehrgenerationenhaushalt hilft ist schwierig.

00:20:28: Diverse Kliniken schließen.

00:20:29: das heißt die Versorgung vor allem auf dem Lande wird häufig dünner Und auch das erzeugt wiederum Transporte, Transportwege.

00:20:39: Also wir sind da in einer durchaus schwierigen Zeit.

00:20:42: des Gesetzespaket hat durchaus das Potenzial dass es diverse Bereiche besser vernetzt und dadurch dadurch auch das Gesamtsystem entlastet.

00:20:52: Das große Risiko was wir allerdings sehen und das ist noch nicht ganz behoben ist das Thema Refinanzierung.

00:20:59: und vor dem Hintergrund dass die Krankenkassen sagen, wir wollen da mal ein zwei Milliarden Euro einsparen.

00:21:07: Dann muss man sich fragen wo sollen die herkommen?

00:21:09: Also irgendwo wird es dann bleiben.

00:21:10: diese Lücke und die Lücke bleibt entweder bei den Trägern also Landkreise große kreisfreie Städte Zweckverbände oder die Lücke bleibt bei den Leistungserbringern zum Beispiel Hilfsorganisationen.

00:21:25: Und das ist durchaus ein Szenario dass selbst die Krankenkassen nicht unkritisch sehen.

00:21:30: Wir können auch die Krankenkassen verstehen, weil in manchen Bereichen hier im Bundesgebiet gab es schon Entwicklungen wo Krankenversicherungen zurecht auch Kritik übt haben.

00:21:41: Wo diverse Kosten aus dem Katastrophenschutz und anderen Bereichen irgendwie... Feuerwehr quer finanziert wurden, wo man vielleicht nicht ganz transparent war und wo eben die Kosten für den Rettungsdienst signifikant höher waren als in anderen Bereichen.

00:21:58: Also da denke ich muss man für eine Kritik offen bleiben.

00:22:01: Die generelle Umstellung, die man jetzt aber plant dass man sagt wir wollen bundesweit nur den jeweiligen Einsatz bezahlen und aus einer Finanzierung einer Vorhaltung rausgehen.

00:22:13: Das wird ja so kolportiert, nachzulesen.

00:22:15: Das wird im Endeffekt nicht gehen

00:22:18: bzw.,

00:22:19: wenn man das konsequent und nicht angepasst durchzieht, wird es kollateral Schäden erzeugt.

00:22:25: Also das ist jetzt der große Spagat den man schaffen muss.

00:22:28: also den grundsätzlich richtigen Gedanken dieser Gesetzesänderungen anpacken aber dann eben im Zusammenspiel vor allem auch der Verwaltungsebenen in der Krankenkassen der Leistungserbringer guten Abstimmung dafür zu sorgen, dass eine Vorhaltung die notwendig ist nicht durch eine fehlende Refinanzierung gestört wird.

00:22:51: Und wie sich das entwickeln wird?

00:22:54: Ich glaube, das werden wir in den nächsten zwei drei Jahren auch nach Verabschiedung des Gesetzes erst sehen.

00:22:58: und da sind alle Beteiligten insbesondere auch die Träger einer Verantwortung jeweiligen ja vertraglichen Leistungsbeziehungen so zu gestalten, dass man auf Sicht steuern kann.

00:23:10: Dass man eben gerade nicht sagt wir schreiben jetzt aus und für die nächsten acht Jahre werden die Kosten kalkuliert.

00:23:16: weil wenn dann ein Leistungserbringer da ist der die Kosten kalkuliert hat und die werden nicht refinanziert dann schade es vor allem den Träger.

00:23:26: also das zeigt vielleicht ein bisschen das Spannungsfeld auf in dem wir uns bewegen.

00:23:29: und zusammengefasst Gute Ansatz, gute Gedanken.

00:23:35: Es hängt stark von der Umsetzung ab.

00:23:37: Wie bei allen Reformen?

00:23:39: Ja.

00:23:40: Kooperation ist Stichwort!

00:23:43: Auch miteinander reden.

00:23:44: Das soll helfen.

00:23:45: Schön, dass der Blick aus deinem Fensterin ist.

00:23:48: Wir gucken hier auf den Kuhdamm und wandern nach Mecklenburg vor Pormann.

00:23:55: Du hast es schon kurz ausgeführt.

00:23:58: Viele Landkreise haben in dem Vorden-Rettungsdienst neu ausgeschrieben.

00:24:02: Die bestehenden Strukturen tragen weiter.

00:24:04: Das ist eine gute Nachricht teilweise für das Diaker.

00:24:07: Gleichzeitig wissen aber alle Beteiligten, dass solche Verfahren viel Kraft kosten.

00:24:11: Was sagen diese Ausschreibungen?

00:24:13: Für dich über die Stabilität unseres Systems?

00:24:16: sind wir strukturell gut aufgestellt oder lebt dieses System im Moment auch stark vom Engagement der Menschen, die darin arbeiten?

00:24:23: Ich denke, grundsätzlich passen die Strukturen.

00:24:27: Also dass wir einen eher hauptamtlich organisierten Rettungsdienst haben der wenn ganz vielen Bereichen durch Ehrenamt unterstützt wird.

00:24:34: Ehrenambler müssen nur noch glaube ich in wenigen Fällen auch den Regelrettungsdienste unterstützen.

00:24:41: das hat sich im letzten Jahr sehr abgebaut.

00:24:44: Das Ehrenabend ist aber extrem wichtig gerade für größere Schadensereignisse also Großschadenslagen wie ein Massenanfall von verletzten MANV abgekürzt, also wenn der Zug mal gegen die Brücke fährt oder irgendwelche Gebäude einstürzen.

00:25:01: Oder größere Verkehrsunfälle sind.

00:25:03: da ist das Ehrenamt extrem wichtig.

00:25:06: Das System Rettungsdienst an sich und auch die Ausschreibung oder Auswahlverfahren das ist durchaus verbesserungswürdig.

00:25:14: Wir hatten ja vorhin schon mal über die Punkte gesprochen, was sind Anreize in einem System gerade wenn mehr oder weniger wettbewerblich ausgeschrieben wird?

00:25:23: und da hatten wir gesehen dass man diesen Wettbewerk sehr unterschiedlich gestalten kann.

00:25:27: und unser Vorschlag ist es immer, dass man langfristige gesunde Anreizen setzt und eben nicht auf kurzfristige Preiskalkulationen setzt, dass Resilienz mit ihnen Wettbewerb gibt, sodass gerade auch für Hilfsorganisationen und auch private Betreiber ein Anreiz besteht sich um das Thema Ehrenamt zu kümmern.

00:25:52: Das denke ich auch legitim weil es nicht nur den Bereich Katastrophenschutz betrifft sondern vor allem auch diesen Bereich zwischen der Normalversorgung des Unfalls und der Katastrophe also der Großschadenslage.

00:26:06: Massenanfall von Verletzten des Busunglück.

00:26:09: Das ist rein rechtlich gesehen noch keine Katastrophe und das ganz normale Rettungsdienst, SGB V refinanziert.

00:26:16: und für diese Strukturen die ja dann auch von den Krankenkassen bezahlt werden sollen im Einsatz brauchen wir eine Vorhaltung Und insofern müssen denke ich auch die Krankenkasten und die Träger auch ein Modus einfallen lassen wie viel der Vorhaltung für Großschadenslagen, auch wenn sie ehrenamtlich betrieben sind von Krankenkassen bezahlt werden.

00:26:38: und nochmal auf die Ausschreibungen oder Auswahlverfahren in Mecklenburg-Vorpommern zurückzukommen.

00:26:45: Das ist unsere Beobachtung nach hat es in den meisten Bereichen irgendwie funktioniert.

00:26:51: Es gab aber auch Fälle wo unter anderem glaube ich das Rote Kreuz in Rostock komplett rausgeflogen ist, ja.

00:27:00: In Anführungszeichen ... Die Stadt Rostok?

00:27:03: Ja genau, die Hintergründe, die kenne ich jetzt auch nicht im Einzelnen.

00:27:09: Man wird wahrscheinlich sagen müssen irgendwas ist irgendwo schief gelaufen.

00:27:14: da muss man vielleicht auf allen Seiten auch ein bisschen Selbstkritik üben und versuchen.

00:27:21: das Beispiel zeigt aber dass eben ein kompletter Wechsel, einen Rausfall eines Leistungserbringers der noch in anderen Bereichen außerdem Rettungsdienst verwurzelt ist und das der Karl-Nostok hat soweit ich weiß auch eine umfangreiche ehrenamtliche Schiene sind da sehr engagiert.

00:27:40: Das ist schwierig wenn dann sowas passiert weil eben der Rettungstienst zwar nicht zur Refinanzierung des Ehrenamts genutzt wird aber ganz viele Schnittstellen bestehen wie auch vorhin das Beispiel Praktikumsplätze für Ehrenamtler auf RTWs.

00:27:59: Und das sind Entwicklungen, also wir wollen jetzt hier nicht den Einzelfall bewerten.

00:28:03: draußen fährt gerade das LF vorbei, der Berliner Feuerwehr und macht sich Platz...

00:28:09: Die haben ehrenamt gehört?

00:28:10: Ja genau!

00:28:10: Das war der

00:28:11: Stichwort.

00:28:11: Es gibt doch eine ehrenamtliche Berliner Feuerwehr die ist ganz stark.

00:28:15: aber natürlich was wir gerade hören ist die Berufsfeuerwehr, die es genauso gut macht.

00:28:21: Ja, die Frage ist um auf Auswahlverfahren zurückzukommen.

00:28:25: Es gab jetzt verschiedene Auswahl verfahren in verschiedenen Landkreisen.

00:28:29: da kann man sich vielleicht in der Retrospektive mal schauen welche regularien vorhanden waren, wie der Rahmen für diesen Wettbewerb gestaltet ist.

00:28:38: Und die aktuelle landesrechtliche Situation ist ja in Mecklenburg-Vorpommern das die Verträge nach aktuellem Recht befristet sind auf maximal zehn Jahre.

00:28:49: Das heißt, in irgendwie acht bis neun Jahren werden wir uns mit der Sache wieder beschäftigen dürfen und auch da kann man durchaus überlegen... anstelle des Landesgesetzgebers, dass man diese Befristung mal rausnimmt.

00:29:03: Das heißt dann nicht das der jeweilige Leistungserbringer für immer und ewig und ohne jeglichen Qualitätsanreiz tun lassen kann was er möchte.

00:29:10: aber deswegen unser Plädoyer zu sagen Man sollte mit Augenmaß eben Strukturen und Anreize schaffen damit Leistungs-Erbringer qualitativ gut ihre Leistungen erbringen und auch eine gewisse Resilienz schaffen.

00:29:27: die Gesellschaft unter anderem mit dem Thema Ehrenamt und das können vor allem die Hilfsorganisationen, aber es muss ich auch ganz klar sagen.

00:29:36: Es gibt auch kleinere private Betreiber, die ebenfalls in Kooperation oft mit Hilfs-Organisationen Ehrenamten stellen.

00:29:44: Und das ist eigentlich eine schöne Entwicklung, dass man sagt, man hat gemeinnützige Organisationen egal unter welcher Flagge einem roten Kreuz, einem Falken, einem achtspitzen Kreuz

00:29:55: usw.,

00:29:57: die sich lokal und regional bemühen.

00:30:00: Und wenn sie dort einen Mehrwert bringen für den Bevölkerungsschutz unter ihre Resilienzstärken, dann sollen Sie auch dort Ihre Rettungsdienstaufträge weiter durchführen?

00:30:10: Es ist ein großes Thema, Thema Ehrenamt.

00:30:12: René!

00:30:13: Ich weiß du bist viel unterwegs zwischen nicht nur zwischen Gesetzen, Gremien sondern auch auf langen Autobahnfahrten.

00:30:19: Dann gibt es diese Momente... Auch Zug-Fahrt.

00:30:21: Auch Zug, du fährst auch Zug.

00:30:22: Und ein

00:30:22: bisschen Flugzeug.

00:30:23: Da gibt das im Zug, im Flieger auf der Bahn, auch diese Momente in denen Theorie plötzlich Realität wird.

00:30:30: Du kommst zufällig an einen Unfall?

00:30:32: Zu einem Unfall und du bist nicht im Dienst aber plötzlich wieder mittendrin!

00:30:36: Was passiert in solchen Sekunden bei dir, in dir?

00:30:40: Und nehmen diese Erfahrungen einfluss darauf wie du auf die großen strukturellen Debatten über den Rettelsdienst blickst?

00:30:47: Ja lustigerweise kommt es immer wieder vor, das habe ich so in den letzten Jahren erlebt dass sich dann doch beim Zugfahrt im ICE zu irgendwelchen Notfällen komme und dann eine Durchsage kommt, ja ist irgendwie ein Mediziner an Bord.

00:31:02: Ist mir auch sogar schon mal auf meinem USA-Flug passiert oder auch auf der Autobahn, auf Straßen kommt man immer wieder einmal zu kleineren größeren Unfällen hinzu.

00:31:13: Es gibt ja auch schöne Apps die Ersthelfer zum Einsatzort lotsen.

00:31:18: da gibt es in Berlin anderen Bereichen auch die App Cut Retter kann ich auch sehr empfehlen.

00:31:23: Da wird man als Ersthelfe zum jeweiligen Unfallort zur Reanimation in der Regel gerufen.

00:31:29: Und das hatte ich jetzt auch schon diverse Male in den letzten Jahren und konnte dort auch helfen, was macht man in so einer Situation?

00:31:38: oder was passiert mit einem in der Situation?

00:31:41: Also den Juristen muss sich da nicht ausknipsen... Ich glaube, ein ganzheitlicher Mensch mit verschiedenen Anteilen.

00:31:48: Und den Juristen muss ich nicht ausknipsen und den Rettungsdienstler anknipsen.

00:31:53: Die sind beide da und in der Regel habe ich dann die Schutzhandschuhe in der linken Hosentasche und dann kann man sich ohne Patienten kümmern.

00:32:03: Hat auch schon diverse Fälle wo man durchaus wenn man nach ein zwei Minuten zu einer Rehanation dazukommt, dann auch wirklich nachgewiesen leben retten kann

00:32:12: V.a.,

00:32:12: wenn Ersthelfer schon da sind, man dann übernehmen kann und die Wartezeit bis der Erde wieder es überbrücken kann durch eine gute Herzdruckmassage, durch ne Turox-Kompression.

00:32:24: Häufig sind auch IDEs also die Defis vorhanden.

00:32:27: das ist ne ganz tolle Entwicklung über den letzten zehn, fünfzehn Jahre dass diese kleinen Geräte mittlerweile auch erschwinglich sind und in ganz vielen öffentlichen Gebäuden hängen.

00:32:38: Auch da konnten wir schon viel Leben retten.

00:32:42: Was passiert mit einem?

00:32:43: Man hilft, man bewahrt den Überblick.

00:32:46: Man bleibt ruhig – das konnte ich so in mir in den letzten Jahren seit dem Zivilänsen deiner Zeit an Trainieren, auch in schwierigen Lagen immer die Ruhe zu bewahren.

00:32:56: Kleine Herausforderungen werden von manchen vielleicht als emotional zurückhaltend empfunden.

00:33:01: Diesem Spagat muss man dann schaffen und jedes aber sehr befriedigend, wenn man helfen kann habe ich ja wirklich auch in der Bergrettung, der Wasserrettung lange Jahre gemacht und das ist auch so ein bisschen der Antrieb.

00:33:17: Weil Menschen helfen in der Regel gerne anderen Menschen.

00:33:21: Das ist ein Grundtrieb von, würde ich sagen, acht, neunzig Prozent von uns.

00:33:25: Und das sollten wir durchaus

00:33:28: fördern.".

00:33:29: Der Mensch braucht den Mensch!

00:33:30: Wir hatten es im letzten Podcast.

00:33:32: Der Mensch bohrt den Mensch von Bert Brecht.

00:33:34: Sehr schön – auch hier wieder hoh!

00:33:36: Renni letzte Frage Wenn du das alles zusammennimmst, rechtliche Rahmenbedingungen, aktuelle Entwicklungen und deine Erfahrungen aus der Praxis – danke für deine Bilder.

00:33:48: Was sind aus deiner Sicht die ein oder zwei entscheidenden Stellschrauben damit der Rettungsdienst auch in Zukunft stabil bleibt?

00:33:56: Was sollten heute Organisationen wie das Deutsch-Rudekreuz einfordern und was sollten politische Entscheider wirklich verstehen?

00:34:03: Wichtig sind wenige Punkte.

00:34:06: Zum einen das Thema Refinanzierung.

00:34:09: Auch eine Vorhaltung von Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz muss refinanziert werden, man kann nicht nur auf Grundlage von Einsatzabrechnungen Kosten kalkulieren also diesen Spagat den wir schaffen müssen dass auch die Krankenkassen in einem moderaten Rahmen sich einer vorhaltung die natürlich wirtschaftlich sein muss noch qualitativ gut dass sich die Krankenkassen an dieser Refinanzierung beteiligen und man nicht nur von Einsatzzahlen abhängig ist.

00:34:39: Weil es führt ja auch wiederum dazu, dass man dann möglicherweise aus finanziellen Gründen mehr Einsätze fährt – also das ist ein Fehlanreiz.

00:34:48: Wie wichtig ist?

00:34:48: insgesamt glaube ich, dass wir die Resilienz der Gesellschaft in ganz vielen Bereichen stärken?

00:34:55: Also zum Beispiel das Thema Ihrenamt.

00:34:59: über das wird jetzt auch lange gesprochen haben dass Ehrenamt die Förderung des Ehrenamtes ein starkes Ehrenambten dadurch auch eine Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung bei Auswahlverfahren gestützt wird, das rechtlich möglich.

00:35:12: Gerade mit der Bereichsausnahme im Verwaltungsrecht kann ein Landkreis immer sagen wir sind für Rettungsdienst und Katastrophenschutz zuständig und auch zuständig für Bevölkerungsschutz insgesamt Und dann kann ein landkreis oder einen sonstigen Träger Auswahlverfahren auch so gestalten, dass diese Resilienz- und Qualitätsaspekte langfristige Anreize schaffen.

00:35:37: Dass die Leistungserbringer Hilfsorganisationen und andere Private möglichst gut funktionieren – es für alle passt.

00:35:45: Das ist glaube ich wichtig!

00:35:47: Und das Thema Blackout habe ich mich schon seit langen Jahren beschäftigt, also bevor es in der Presse war... müssen wir glaube ich schauen, dass wir einerseits das Stromnetz noch ein bisschen stabiler bekommen.

00:36:02: Nicht

00:36:03: nur da so in Berlin?

00:36:04: Ja nicht nur das in Berlin, das waren ja auch kleine Stromausfälle.

00:36:08: also die Anzahl der Eingriffe der Netzbetreiber ist in den letzten Jahren massiv nach oben gegangen.

00:36:15: Da bin ich auch in der Biagesellschaft für Krisenvorsorge etwas aktiv mit anderen Leuten, die noch sehr viel präsenter sind Und uns liegt einfach daran, dass wir das Strom jetzt insgesamt möglicherweise stabiler machen können.

00:36:31: Das ist eine ganz große Aufgabe für die Politik, die Fehlsteuerungen erzeugt hat.

00:36:36: Die Feuerwehr rückt wieder aus – ich hoffe nicht zum großen Stromausfall!

00:36:41: Aber noch mal zum Thema Blackout zurückzukommen.

00:36:45: Eine Resilienz der Gesellschaft und auch der Rettungsorganisationen sind glaube ich wichtig, Stromausfälle und andere schwierige Situationen vorbereiten.

00:36:57: Das heißt nicht Panik schaffen, nicht Angst machen sondern nüchtern sehen.

00:37:02: wenn wir in einer schwierigen Situation sind fühlen wir uns auch wohler wenn wir uns da selber helfen können anderen helfen können und diese Strukturen sollten wir überall schaffen bei uns zuhause in der Familie der Stadt Landkreis und im jeweiligen Bundesland

00:37:18: sind sehr schöne Schlusswart.

00:37:19: ja liebe Zuhörerinnen lieber Zuhöre dieses Gespräch.

00:37:23: Zeit zeigt deutlich, Redusdienst – auch alle anderen Themen, die wir heute gestreift haben.

00:37:29: Das ist weit mehr als eine Organisation und Technik erlebt von Menschen, von Erfahrung, Verantwortung und Engagement.

00:37:37: Die Strukturen funktionieren heute.

00:37:38: entscheidend ist aber ob wir jetzt die Weichen so stellen dass sie auch morgen noch tragen.

00:37:43: Rene vielen lieben Dank für deine Perspektive, für deine Zeit und unser sehr angenehmes Gespräch!

00:37:49: Danke für das interessante Gespräch.

00:37:57: Wir treffen uns zweimal im Monat hier.

00:38:01: Zusammen reisen wir durch die Vielfalt unseres roten Kreuzes, du willst dabei sein?

00:38:05: Dann melde dich bei mir!

00:38:07: Lass uns zusammen auf diese Höhereise gehen.

00:38:09: Bereit?

00:38:10: Dann freue ich mich auf deine Geschichte in Kreuz und Quer.